Am 8. Juli 2026 öffnete die Universität Koblenz im Rahmen der dritten Nacht der Forschung ihre Türen und lud unter dem Motto „Forschung vernetzt! Gemeinsam weiter:denken für die Zukunft“ dazu ein, Wissenschaft und Innovation unmittelbar zu erleben. Von 18 bis 21 Uhr konnten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die vielfältige, praxisnahe und interdisziplinäre Forschung an der Universität Koblenz gewinnen und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern direkt ins Gespräch kommen.
Auch das Forschungskolleg Data2Health war mit dem Stand „Technologie trifft Medizin“ vertreten. Christopher Latz, Duaa Elsofi, Osamah Sufyan und Konrad Junkes präsentierten verschiedene aktuelle Forschungsthemen und machten wissenschaftliche Fragestellungen anhand anschaulicher und interaktiver Demonstrationen greifbar.
Christopher Latz stellte seine Forschung zur Rolle von Daten für resiliente, sichere und vertrauenswürdige KI-Anwendungen im Gesundheitswesen vor. Dabei wurde veranschaulicht, welche Bedeutung die sichere und verantwortungsvolle Nutzung von Gesundheitsdaten für die Entwicklung zuverlässiger KI-Systeme hat.
Konrad Junkes lud die Besucherinnen und Besucher dazu ein, ein interaktives Board zu testen, mit dem nachvollzogen werden konnte, was bei der Übertragung einer Nachricht auf der physikalischen Schicht einer Funkverbindung geschieht. Mithilfe einer LoRa-Simulation wurde anschaulich dargestellt, wie eine Nachricht über Funk übertragen wird und welche Prozesse dabei auf der untersten Kommunikationsebene ablaufen.
Osamah Sufyan zeigte, wie bildgebende Verfahren eingesetzt werden können, um Aortenklappenstenosen sichtbar zu machen und Veränderungen zu analysieren. Anhand medizinischer Bilddaten wurde demonstriert, wie digitale Technologien dabei unterstützen können, relevante Strukturen und Veränderungen im menschlichen Körper zu erkennen und auszuwerten.
Duaa Elsofi beschäftigte sich mit dem Einfluss von Trainingsdaten auf die Entscheidungen künstlicher Intelligenz. Anhand verschiedener KI-Systeme wurde gezeigt, wie unterschiedlich Bewerbungen in Auswahlprozessen bewertet werden können und dass verschiedene Systeme zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen können. Die Demonstration machte damit auf die Bedeutung transparenter und verantwortungsvoll entwickelter KI-Systeme aufmerksam.
Das Data2Health-Themenspektrum spiegelte sich auch im weiteren Programm der Nacht der Forschung wider. In einem Live-Podcast auf der Hauptbühne diskutierten Forschende unter dem Titel „Gesundheitsdaten zwischen KI und Regulierung: Neue Herausforderungen für Health Data Systems“ aktuelle Fragen zum Umgang mit Gesundheitsdaten und deren Nutzung für digitale Anwendungen. Die vollständige Aufzeichnung des Live-Podcasts steht auf YouTube zur Verfügung. Link: https://www.youtube.com/live/–6kl01hmKE
Die Nacht der Forschung bot eine besondere Gelegenheit, Forschung nicht nur zu präsentieren, sondern durch interaktive Demonstrationen unmittelbar erlebbar zu machen. Der direkte Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern führte zu zahlreichen Gesprächen über aktuelle Forschungsfragen und zeigte, wie wissenschaftliche Themen durch anschauliche Beispiele und praktische Anwendungen verständlich vermittelt werden können.